„Berechtigter Jubel für den jungen Dirigenten Christoph König, der Mozarts Musik weich und schmiegsam machte und mit frischen Tempi die „Schleichstellen“ der Partitiur mit jugendlichem Elan entschärfte.“- Salzburger Nachrichten

Diese Spielzeit ist Christoph Königs erste als Chefdirigent des Orquestra Nacional do Porto. Dabei dirigiert er eine größere Anzahl von Konzerten in der neuerbauten spektakulären Casa da Musica und demonstriert seine Freude an zum Teil ungewöhnlichen, kontrastreichen Programmen und Kombinationen des Standardrepertoires mit unbekannten, zeitgenössischen oder Werken des 20. Jahrhunderts.

König ist als Gastdirigent in ganz Europa gefragt. Letzte Saison nahm er am BartokFest des BBC Scottish Symphony Orchestra teil und unternahm mit demselben Orchester eine Tournée nach China. Weitere Engagements führten ihn unter anderem für Vorstellungen von Rigoletto und Zauberflöte an die Deutsche Oper Berlin, im Rahmen einer Schweiz-Tournée zum Orchestre de Chambre Lausanne, zum Scottish Chamber Orchestra und zum BBC Philharmonic Orchestra. Auch sprang er kurzfristig in London ein und dirigierte drei erfolgreiche Konzerte mit Stephen Kovacevich und den London Mozart Players als Teil ihres Beethovenzyklus‘.

Christoph Königwar von 2003 bis 2006 Chefdirigent des Malmö SymfoniOrkester, und diese Position erwies sich als glückliche Konstellation, weil sein Einfallsreichtum bei der Programmgestaltung zu anregenden Konzerten und Aufnahmen führte. Gleichzeitig war er auch Erster Gastdirigent des Orquesta Filarmonica de Gran Canaria, und mit beiden Orchestern hat er ein vielfältiges Spektrum von Haydn, Mozart und Beethoven bis Ligeti, Henze und Mahler erarbeitet. Mit dem Malmö SymfoniOrkester leitete er darüber hinaus konzertante Opernaufführungen wie Madama Butterfly oder Die Meistersinger von Nürnberg. Im Februar 2005 dirigierte er unter anderem beim Festival de Musica de Canarias Suor Angelica und Verdi’s Quattro Pezzi Sacri mit Cristina Gallardo Domas und dem Prager Philharmonischen Chor.

Als Operndirigent hat er sich schnell einen Namen gemacht, nachdem er am Opernhaus Zürich im letzten Augenblick für den als krank gemeldeten Franz Welser-Möst einsprang und mit großem Erfolg die Premiere der Entführung aus dem Serail dirigierte. Bereits 2002 debütierte er an selbem Ort mit der Zauberflöte und leitete in der Folge verschiedene Vorstellungen, unter anderen Il Turco in Italia mit Cecilia Bartoli und Ruggero Raimondi. Er leitete am Teatro Real in Madrid eine Produktion von Die Entführung aus dem Serail, dirigierte an der Staatsoper Stuttgart Don Giovanni und Die Zauberflöte an der Deutschen Oper Berlin mit einer sofortigen Wiedereinladung für Rigoletto und weitere Zauberflöten-Vorstellungen.

Bei Hyperion erschien vor Kurzem eine CD mit Musik des polnischen Komponisten Henryk Melcer mit Jonathan Plowright und dem BBC Scottish Symphony Orchestra, die sehr gute Kritiken erhielt.

Christoph König wuchs in Dresden auf und war Mitglied des Dresdner Kreuzchores. In der Folgezeit studierte er Orchesterdirigieren, Klavier und Gesang an der Musikhochschule seiner Heimatstadt. Erste Erfahrungen sammelte er als Dirigent bei Meisterkursen mit Sergiu Celibidache und Sir Colin Davis sowie als Solorepetitor an der Sächsischen Staatsoper/Sächsische Staatskapelle Dresden. Seine Entwicklung als Dirigent begann als Kapellmeister in Wuppertal/Gelsenkirchen. Ab 2001 wirkte er als Erster Kapellmeister an der Oper Bonn/Orchester der Beethovenhalle. Christoph König ist Preisträger der Herbert von Karajan Stiftung.